Kirchspiel Obergeis

Posaunenchor

Pfarrer Helmut Dippel: das ist der Name, der aufs Engste mit dem Entstehen und dem Bestehen des Posaunenchores Obergeis verbunden ist. Er kam 1929 als junger Vikar nach Obergeis. Nach seinem zweiten Examen, das er 1930 in Hofgeismar ablegte, heiratete er und wurde endgültig als Pfarrer in Obergeis eingeführt. Seine ganze Liebe hatte von jeher dem Posaunenklang gegolten. Er blies selbst Waldhorn. Wie gerne hätte er auch in seiner eigenen Gemeinde einen Posaunenchor gehabt.


Aber man machte ihm wenig Hoffnung: Obergeis sei ein Musikantendorf, und alle jungen musikalischen Leute seien bereits der "weltlichen" Musik verpflichtet. Trotzdem wagte er es - und es ist zu vermuten, dass er in seiner ansteckend begeisternden Art schon eine ganze Menge "Vorarbeit" geleistet hatte: er kaufte einfach einige Instrumente und legte Sie anlässlich eines Gemeindefestes am 31. August 1931 aus, zu dem 70 Bläser aus anderen Gemeinden gekommen waren. Diese Taktik hatte Erfolg. Nach einer öffentlichen Einladung von der Kanzel kamen zunächst zwei junge Männer, und innerhalb zwei Wochen hatten sich sieben weitere Interessenten eingefunden. Ihr Vorteil war, dass Sie schon fast alle Noten lesen konnten. So machten Sie sich gleich mit großem Eifer unter der Leitung von Posaunendiakon Römer während einer Übungswoche vom 13. bis 21 September 1931 an die Arbeit. Die Begeisterung ging so weit, dass manch einer seinen "Kuhlo" mit hinaus nahm zur Feldarbeit, um während der Arbeitspausen der Kühe sich schnell ein paar Griffe einzuprägen.

 

Am 21. September blies der Posaunenchor seinen ersten Choral über das Dorf. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten: Konrad Pfaff, Adam Reiffert, Heinrich Pfaff, Adam Stiebing, Hans Beyer, Pfr. Dippel und Heinrich Emmerich...

 

 Wo:  Gemeindehaus Obergeis
 Wann:  Donnerstag - 20 Uhr
 Ansprechpartner:   Wilfried Olschewski - 06677-473